Kurz gesagt
Welche Hitze zu welcher Zutat passt — mit dem Wassertropfen-Test.
Die richtige Temperatur erkennt man am Wassertropfen: Verdampft er zischend in ein, zwei Sekunden, hat die Platte mittlere Hitze. Perlt er als Kugel tanzend über die Platte, ist sie heiß genug zum scharfen Anbraten. Rindfleisch und Garnelen wollen sehr hohe Hitze, Ei und Gemüse mittlere, Saucen mit Zucker eher moderate, weil sie sonst verbrennen. Der Garzeiten-Finder gibt Richtwerte je Zutat.
Temperaturzonen auf einen Blick
- Moderat, 160 bis 180 °C
- Saucen mit Zucker, Glasuren, Warmhalten
- Mittel, 180 bis 200 °C
- Okonomiyaki, Ei, Fisch, Gyoza
- Hoch, 220 bis 240 °C
- Bratreis, Nudeln, Pfannengemüse, Garnelen, Geflügel
- Sehr hoch, ab 240 °C
- Rindfleisch, kurz und scharf angebraten
Die Werte sind Richtwerte für die Plattenoberfläche. Genauere Angaben je Zutat liefert der Garzeiten-Finder.
Der Wassertropfen-Test genauer
Ein paar Tropfen Wasser auf die Platte geben. Bleiben sie liegen und verdampfen langsam, ist die Platte zu kalt. Verdampfen sie zischend innerhalb von ein bis zwei Sekunden, ist mittlere Hitze erreicht. Ziehen sich die Tropfen zu Kugeln zusammen und tanzen über die Fläche, ist die Platte heiß genug zum scharfen Anbraten. Der Test funktioniert auf Stahl, Gusseisen und Edelstahl. Beschichtete Platten nicht leer auf höchster Stufe überhitzen, dort besser dem Thermostat vertrauen.
Genauer messen
Ein Infrarot-Thermometer misst die Oberflächentemperatur berührungslos in Sekunden. Auf dunkel eingebrannten oder geölten Flächen sind die Werte zuverlässig. Blanker Edelstahl reflektiert und liefert zu niedrige Werte, hier den Emissionsgrad am Gerät anpassen oder auf einer geölten Stelle messen. Für das Bratgut selbst zählt die Kerntemperatur, gemessen mit einem Einstichthermometer: Geflügel sollte 72 °C erreichen, Rindfleisch ist bei 56 bis 58 °C medium.
Mit Hitzezonen arbeiten
Kaum eine Platte ist überall gleich heiß. Über dem Heizelement oder Brenner ist sie am heißesten, zum Rand hin fällt die Temperatur ab. Das lässt sich nutzen: in der Mitte anbraten, am Rand fertig garen und warmhalten. Wie das zusammenspielt, zeigt der Beitrag Zutaten richtig timen.
Typische Fehler
Zu früh auflegen: Die Platte braucht je nach Masse fünf bis fünfzehn Minuten Vorheizzeit. Zu viel auf einmal: Eine überladene Platte kühlt ab, das Bratgut zieht Wasser und kocht statt zu braten, das gilt besonders für leistungsschwache Tischgrills. Zucker zu früh: Teriyaki-Sauce und andere Glasuren erst am Schluss und bei reduzierter Hitze zugeben.
Thermometer für die Platte
Die folgenden Produkte sind Beispiele für passendes Zubehör. Es sind keine Testsieger.
Infrarot-Thermometer
Etekcity Lasergrip 1080
Misst die Oberflächentemperatur der Platte berührungslos.
- Messbereich −50 bis 610 °C
- Emissionsgrad von 0,1 bis 1,0 einstellbar
- Beleuchtetes Display, Betrieb mit zwei AAA-Batterien
Infrarot-Thermometer
Bosch UniversalTemp
Infrarot-Thermometer mit einfacher Bedienung: zielen, Auslöser drücken, ablesen.
- Messbereich −30 bis 500 °C
- Drei Emissionsgrade umschaltbar
- Zwei AA-Batterien im Lieferumfang
Einstichthermometer
TFA Dostmann Thermo Jack
Klappbares Einstichthermometer für die Kerntemperatur von Fleisch und Geflügel.
- Fühler klappt nach dem Messen ein
- Strahlwassergeschützt
- Laut Hersteller nach HACCP und EN 13485 einsetzbar
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Häufige Fragen
Wie heiß wird eine elektrische Teppanyaki-Platte?
Die meisten Tischgeräte erreichen 220 bis 240 °C. Bratplatten mit massiver Stahlfläche und Gas-Planchas kommen deutlich höher.
Warum fällt die Temperatur beim Auflegen so stark ab?
Kaltes Bratgut entzieht der Platte Wärme. Dünne Platten und schwache Heizungen können das nicht schnell genug ausgleichen. Abhilfe: länger vorheizen, portionsweise braten, Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.
Warum zeigt mein Infrarot-Thermometer auf Edelstahl zu wenig an?
Blankes Metall reflektiert Wärmestrahlung. Den Emissionsgrad am Gerät herunterstellen oder auf einer dünn geölten Stelle messen.






